betterfair_ nimmt teil beim Fair Trade Festival 2010 in Würzburg.
Das Festival findet am 30.07. 31.07 und 01.08. 2010 auf der Bastion statt. Das ist der Platz vor der Burkarder Schule, direkt neben dem Jugendkulturhaus Cafe Kairo und der Jugendherberge in der Burkarderstrasse 46 im Herzen Würzburgs.
Das Festival wird, wie beim ersten Mal ein Mix aus außergewöhnlichen Bands und hochkarätigen Vorträgen, umrahmt von einem bunten Markt. Erweitert wird es diesmal um eine thematisch passende Ausstellung, auf der auch Arbeiten von Design Studenten der Fachhochschule Würzburg zu sehen sein werden.
Die Gruppen spannen einen musikalischen Bogen von Indie, Bastard Pop und Hip Hopp über Mittelalter Folk zu Singer-Songwriter-Musik. Neben Headlindern wie „Beat! Beat! Beat!“ und „Rainer von Vielen“ zeigen „Set Alight“ aus Aschaffenburg, weshalb sie zu den angesagtesten Newcomern der letzten Jahre zählen. Der Mittelalter Folk von „Triskilian“ und das „Drachengeflüster“ von Frederik Finn und Sylvia Bialas entfalten mit Instrumenten aus vergangenen Zeiten auf dem Festival ihre ganz eigene Magie. Dazu wechselt sich der warme Soul von Hanna Luna ab mit frechem Berliner Hip Hop des „Herr von Grau“. „Gankino Cirkus“, verrückt und ungezähmt, wie immer, reicht den Trommelstock weiter an die Lokalmatadoren von Paper Palace. Den Chill Out am Sonntag Abend bilden „Signore Matze Rossis“ fragile, ruhige Liedmomente und melodiöse Arangements.
Die Kurzvorträge zwischen den Bandauftritten beleuchten das Motto des Festivals, „Fair Trade/Fairer Handel“: In klaren, verständlichen Worten sprechen die Redner über Zusammenhänge und Hintergründe des globalen Handels mit Geld und Gütern. Unter anderem legen sie sozial und ökologisch untragbare Produktionsmethoden in Ländern des Südens offen, zeigen, welche wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen diese ermöglichen und welche Auswirkungen das Alles auf die Arbeitsmarktsituation in den Ländern des Nordens hat. Sie benennen, dass Gewinnmaximierung nicht der einzige Motor wirtschaftlichen Denkens sein darf und dass Handel auch dann erfolgreich ist, wenn er soziale und ökologische Verantwortung übernimmt.
So wirft Raimund Brichta, Wirtschaftsjournalist und langjähriger Moderator der Telebörse bei ntv, einen „Blick hinter die Kulissen unseres Geldes“ und erklärt, „wie das Geld für Krisen sorgt.“
Christiane Schnura, Koordinatorin der Kampagne „Saubere Kleidung“ referiert über „Missstände in Zulieferbetrieben deutscher Discounter“ und legt dar, wie mit Arbeitskleidung im öffentlichen Dienst ein Schritt in Richtung fairer Handel getan werden könnte. Dr. Rudolf Buntzel vom Evangelischen Entwicklungsdienst beleuchtet mit seinem Vortrag „Unsere Landwirtschaft-Störenfried oder Heilsbringer für die Welternährung“ Sinn und Unsinn Europäischer Agrarsubventionen. Insgesamt werden während des Festivals neun Kurzvorträge gehalten.
Dass schon viele innovative Händler ein faires, verantwortungsvolles Wirtschaften betreiben zeigt der zum Festival gehörende Markt: Neben Streatwear, Babykleidung und Fußbällen hat der Besucher hier die Wahl zwischen edlen Stühlen, einem Reiseangebot nach Kenia und von Designern entworfenen Alltagsgegenständen und Wohnaccessoirs. Besonders für Unternehmer interessant ist sicher das Angebot an fair gehandelter Arbeitskleidung und Merchandising-Produkten wie Bademänteln, Baumwolltaschen, Handtüchern und Bettwäsche – alles aus Biobaumwolle hergestellt.
Speisen und Getränke sind wieder biologisch, ausschließlich von regionalen Erzeugern und trotz ihrer hohen Qualität nicht teuer. Biometzger Friedrich bietet Köstliches vom Grill aber auch Vegetarisches an. Limonaden und Bier sind von Rother Bräu aus der Rhön. Ein Biowinzer der Region bietet Wein an. Nicht nur für Kinder gibt es Bauernhofeis aus der Region. Für Kuchen sorgt die Bäckerei Köhler aus Würzburg. Kaffeeliebhaber werden bei den Ständen des Würzburger Partnerkaffees und der Kaffee Manufaktur bestens versorgt.
Der Eintritt bleibt, wie beim ersten Mal, klein: Ab 15 Jahre beträgt er 3€ pro Tag. Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.
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